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Das Jännergewinnspiel von Kultur & Wein

 

Gewinnen Sie 3 x 2 Karten für EIN SCHLUCK ZUVIEL am 2. Februar 2018 um 20 Uhr im Gloria Theater. Klicken Sie einfach auf den Button

 

Gewinnspiel

 

Ein Mail mit dem Betreff Gewinnspiel Gloria Theater öffnet sich. Name und Adresse einsetzen und abschicken. Die Ziehung erfolgt am So., 28. Jänner 2018. Die Karten der Gewinner werden an der Abendkassa hinterlegt.

Die Ziehung ist erfolgt, gewonnen haben Christa Buchta, Rolf Bock und Daniela Fila.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
 

Ein Schluck zuviel Ensembe © Gloria Theater

EIN SCHLUCK ZUVIEL kann heftiges Lachen hervorrufen

Gerald Pichowetz, Lisa-Lena Tritscher © Gloria Theater

Auch eine Methode, jemandem das Saufen abzugewöhnen

Sogar eine honorige Person wie ein Kabinettschef im Gesundheitsministerium kann durchaus von einer Schwäche für den Alkohol befallen sein. Dabei dürfte es regelmäßig passieren, dass nach gehabten Besäufnissen die Filme seiner Erinnerung schwarze Löcher aufweisen. Zumindest seine Gattin Stephanie, eine ambitionierte Laienschauspielerin, kann sich auf derlei Zustände ihres Gatten Michael Michalski verlassen. Warum dieser Umstand von einiger Wichtigkeit ist, das wird nicht näher verraten, weil es sich um die Pointe der ganzen Geschichte handelt. Jedenfalls wacht der gute Michael eines Neujahrsmorgens in einer fremden Wohnung auf. Eine Schöne, die sich als Laura vorstellt, kuschelt sich an ihn und erzählt so nebenbei, dass sie sich mit ihm an der Untreue ihres Gatten rächen will. Derselbe erscheint jedoch außerplanmäßig und demonstriert seine Schießwütigkeit, die jeden Nebenbuhler ein Loch zwischen den Augen bescheren könnte. In Michaels Tasche findet sich ein Packen Geldscheine, die er angeblich in einer obskuren Spielhölle gewonnen hat.

Ein Schluck zuviel Ensemble © Gloria Theater

Blasovic, ein Gangster mit jugoslawischen Wurzeln, will prompt die Knete zurück und hat im Gepäck eine Leiche, die Michael nun entsorgen soll. Dazu gibt es einen Kommissar, der eben diese Leiche sucht, und einen Paparazzo, der als Fotograf dieses seltsamen Geschehens seine Karriere als Gerichtsreporter gesichert sieht. Das Ganze spielt sich in Gesellschaft von Lauras Eltern ab, einem strammen Offizier und einer Untersuchungsrichterin, und vor den Augen seiner mittlerweile aufgetauchten Gattin. Um des Überlebens willen werden flott die abenteuerlichsten Lügengeschichten erfunden, in die auch Bernhard, Michaels bester Freund, eingebunden wird.

Robert Notsch, Gerald Pichowetz © Gloria Theater

Am Werk sind bei dieser Komödie des Franzosen Pierre Chesnot die Publikumslieblinge des Gloria Theaters unter der Regie von Pola Claricini. Damit ist Lachen garantiert. Es darf nach Herzenslust geblödelt werden. Dass etliche Rollen doppelt besetzt sind, wie beispielsweise Inspektor Trottenheim und Blasevic mit Gerhard Huber, oder der Offizier Bernhard und die Leiche Vlado mit Franz Mifkovic, ist nicht Personalnot, sondern dem Stück geschuldet. Lisa-Lena Tritscher ist verlässlich die goscherte Schöne.

Irgendwie unverständlich, dass sich diese attraktive junge Frau ausgerechnet den zwar versoffenen, aber im Grunde biederen Michael für ihre Revanche ausgesucht hat. Gerald Pichowetz hat alle Hände voll zu tun, deren erotische Zudringlichkeiten abzuwehren. Ihr überraschend heimkehrender Gatte Marcus (Gregor Kronthaler) wirkt tatsächlich gefährlich, wenn er als rasender Othello gefährlich mit seinem Arsenal an Waffen spielt. Als Lauras Mutter Sophie kann man sich nur Elisabeth Osterberger vorstellen, ebenso wie als Bernhard den treuen Robert Notsch, der gleichzeitig für eine ungemein elegante Wohnung als Bühne gesorgt hat.

Der patscherte Fotograf Toni, der vor jeweiliger Vertreibung widerstandslos seine Kameras abgibt, aber zur allgemeinen Erheiterung nicht ohne die Drohung „I´ll be back!“ abgeht, ist ebenfalls kein Unbekannter, nämlich Markus Mitterhuber. Sie alle spielen ihre Rollen famos, was bei diesem Stück mehr als das Kompliment an gute Schauspieler ist, die Unwahrscheinliches nachvollziehbar machen und ganz nebenbei eine probate Methode präsentieren, um jemandem das Saufen abzugewöhnen.

Ein Schluck zuviel Ensemble © GLoria Theater
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