Kultur und Wein

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Akte von Florian Jakowitsch „im stilwerk“ Wien

Kunstvolles Eröffnungsgeschenk

Gott und die Welt hatten sich am 3. Dezember 2010 am Donaukanal eingefunden. Zu feiern gab es die Eröffnung von „stilwerk“ im Nouvel Tower, einem Designcenter mit über 20 exklusiven Shops. Es gab musikalische Unterhaltung mit DJane Martina Kaiser, Kulturjournalist Martin Traxl moderierte den Abend und durfte Promis wie SPÖ-Klubobmann Rudolf Schicker, Rechtsanwalt Dr. Manfred Ainedter oder die Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank begrüßen.

Eher erstaunt über das prominente Gedränge bereits im Eingangsbereich reagierten die Besucher der Vernissage im Rahmen des Eröffnungsspektakels. Geladen waren sie zu einer Ausstellung mit Akten des Wiener Neustädter Künstlers Florian Jakowitsch, in denen sich der nunmehr hochbetagte Künstler in frühen Jahren, vor allem während eines Parisaufenthaltes, mit dem nackten weiblichen Körper auseinandergesetzt hatte.

 

Bei einem Glas Jakowitsch-Wein vom Weingut Schabl (Wagram) genoss man die Bilder, die bereits der bis heute ungebrochen kraftvolle Strich von Florian Jakowitsch auszeichnet, und erfreute sich nebenbei an der kultivierten Ruhe, die - im Gegensatz zur übrigen Drängerei - in den Ausstellungsräumen herrschte.

Mit dem Laudator Dr. Franz Smola, Kurator im Leopold-Museum Wien, sprach man entspannt über die späteren Arbeiten von Florian Jakowitsch, über seine licht- und farbstarken Betonglasfenster oder über seine Aquarelle, die stets spontan an Ort und Stelle entstanden sind. Oder man ließ sich vom Künstler selbst über seine Lehr- und Wanderjahre erzählen, da noch nach bald 60 Jahren jedes einzelne Bild in ihm die Erinnerung an eine Begegnung mit einem Menschen und nicht mit einem namenlosen Modell hervorruft.

Foto © stilwerk

„AKT Florian Jakowitsch“ ist noch bis Jänner 2011 „im stilwerk“ in der 3. Ebene des Nouvel-Towers, Praterstraße 1, 1020 Wien zu sehen, als wohltuender Kontrapunkt beispielsweise zu den pompösen Lichtkunstwerken von Pipilotti Rist an den Decken oder zur planmäßig rastlosen Geschäftigkeit, mit der das Designcenter Wien, eine Skulpturale Architektur von Jean Nouvel, seit dem Eröffnungstag erfüllt sein dürfte.