Kultur und Wein

das beschauliche Magazin


 

Der Jungwein vom Weingut Scheiblhofer pünktlich auf dem Markt

Primeur

oder

der Erste von den Ersten

Erich Scheiblhofer hat es wieder geschafft. Bereits Mitte September, also mehr als pünktlich, kam aus Andau die erfreuliche Nachricht: Primeur 2011 – Bouvier, der Jungwein des Jahrgangs 2011 ist ab sofort erhältlich!

 

Möglich ist die frühe Reife wohl auch deswegen, da seine Weingärten im Hot-Spot von Österreich liegen, im südlichen Seewinkel, der mit Sonnentagen und entsprechend warmen Temperaturen regelrecht verwöhnt wird.

Angenehme Zitrone, knackiger Apfel direkt vom Baum – kurz gesagt, ein erfrischendes Bouquet erfreut vor dem ersten Schluck die Nase. Spritzig geht´s über den Gaumen bis zum fruchtigen Abgang, so die Kurzbeschreibung dieses „Jüngstweines“.

 

Zum Kaufen gibt´s die Flasche um € 5,50 ab Hof, entweder mit Mausklick (Online-Bestellservice) oder g´scheiter gleich direkt bei einem Besuch der neuen Verkostungsräumlichkeiten im Weingut Scheiblhofer.

Hirschmugl, die Domäne am südsteirischen Götterberg

Pro Natur im Zeichen der Natter

Man ist versucht, von der heiligen Natter zu sprechen. Diese ungiftigen Schlangen sind der untrügliche Indikator für intakte Umwelt, und sie tummeln sich in den Weingärten am Seggauberg, dem Götterberg, wie er vor Zeiten ehrfürchtig genannt wurde. Die eigenwilligen Flaschen mit den kantigen Schultern von Hirschmugl-Domäne am Seggauberg ziert deswegen auch eine Natter, die mit ihrem hochgerichteten Köpfchen auf den ersten Blick klarstellt: Hier wird innigst mit der Natur zusammengearbeitet.

 

 

Zu diesem Ziel, also „zurück zu den Wurzeln und im Einklang mit der Natur“, so das Motto des Weingutes, gibt es verschiedene Wege, allesamt nicht unumstritten, aber von ihren jeweiligen Vertretern stets mit viel Engagement verfochten.

 

 

Am Seggauberg hat man diesbezüglich ein besonders mutiges Experiment gewagt. „Der Wunsch nach einem ursprünglichen Wein hat uns auf PiWi-Rebsorten, pilzwiderstandsfähige Rebsorten, aufmerksam gemacht“, heißt es bei Hirschmugl-Domäne am Seggauberg, „wobei bei der Auswahl der PIWIS größter Wert auf Aromaspektrum und Geschmackspotential gelegt wurde.“ Kurz gesagt bedeutet PIWI, dass diese Stöcke nicht mehr gespritzt werden müssen, dem Weingarten damit Unmengen von Gift erspart bleiben und trotzdem wunderbarer Wein entstehen kann.

Die Sortengläubigkeit vieler Weinfreunde macht einem PIWI-Produzenten das Durchhalten sicher nicht einfach. Deswegen gibt es bei Hirschmugl-Domäne am Seggauberg selbstverständlich auch das traditionelle Programm wie WR, SB, Morillon oder den Weißburgunder, einen ausgesprochen eleganten Steirer. Sie flankieren quasi PIWI-Weine wie den Muscaris, dessen Jahrgang 2010 zweifellos das Zeug hat, etliche der Skeptiker zu überzeugen (Beschreibung unten) und damit einem noch jungen, für viele noch unerhörten Ansinnen zumindest nach und nach zum Durchbruch zu verhelfen.

Fotos © Hirschmugl-Domäne am Seggauberg

Kräftiges Gelb; intensiv im Duft nach Blütenaromen und Muskatnoten, Nase geht mit der Zeit in einen Korb voller exotischer Früchte über (Mango, Kiwi, Maracuja), angenehmes Parfüm; am Gaumen trocken, saftig, engmaschig, lebendige Textur, exotische Früchte, viel Extrakt, fulminanter Verlauf bis zum langen Nachhall, ein Wein mit Tiefgang und starkem Charakter. Passt perfekt als Aperitif, zu Frischkäse, asiatischen Gerichten oder einfach “solo“ genießen

 

12,5% Alkohol 750 ml Drehverschluss. (Beschreibungstext © Hirschmugl-Domäne Seggauberg)

 

Zwei erfolgreiche Generationen im Weingut Haider in Illmitz

Wie der Vater

so die Jungen

Martin Haider hat sein kleines Weingut (12 ha) weltweit zum Begriff für ausgezeichnete Weine gemacht. „Ausgezeichnet“ ist in diesem Fall wörtlich zu verstehen, immerhin gab es für seine Weine 350(!) Goldmedaillen auf nationaler und internationaler Ebene und nicht zuletzt ist Martin Haider vierfacher World Champion.


Martin Haider steht für die dritte Generation des seit 1870 bestehenden Betriebes. Mittlerweile ist jedoch bereits die vierte Generation am Werk. Tochter Silvia und Sohn Gerhard sind in Vaters Fußstapfen getreten und auf dem besten Weg, den von ihm eingeleiteten Aufschwung noch weiter voranzutreiben.


Silvia hat erfolgreich die Hotelfachschule in Neusiedl am See absolviert und ist staatl. geprüfte Weinmanagerin. Sie leitet das Büro und die Bereiche Verkauf und Marketing. Als erfahrene Weinverkosterin arbeitet sie eng mit ihrem Bruder Gerhard im Keller zusammen, der sich damit 100prozentig auf ihr Urteil verlassen kann.

Fotos © Weingut Haider

Gerhard hat nach ausgezeichnetem Abschluss an der Weinbauschule Eisenstadt die Karriere im Familienweingut begonnen. Er ist der Kellermeister und unterstützt Silvia auf Messen und Präsentationen. Mit viel Motivation geht er an die Arbeit und bringt viele neue Ideen ein.


Beide, Silvia geradeso wie Gerhard, fallen auf durch ihren jugendlichen Charme, wenn man sie beide zusammen, wie zuletzt im Schlossquadrat, oder einen von ihnen alleine bei einer der großen Verkostungen an ihrem Stand antrifft. Diese Freundlichkeit spiegelt sich auch in ihren Weinen; ganz egal, ob es sich um Weißen handelt, der im Weingut Haider ausnehmend auf Frische und Primärfrucht hin ausgebaut ist, oder um den Roten als burgenländischen Klassiker mit den Rebsorten Zweigelt, Blaufränkisch, Merlot, Cabernet Sauvignon und St. Laurent.

hier geht´s zum

Weingut Haider

Als ihr eigentliches Kapital bezeichnen Silvia und Gerhard Haider jedoch die Prädikatsweine, die speziell im Seewinkel mit dem Neusiedlersee, den Salzlacken und der vielen Sonne die besten Voraussetzungen für feines Botrytis- und Honigaroma vorfinden. Sämling 88, Welschriesling, Sauvignon Blanc, Chardonnay, Muskat Ottonel, Riesling und Traminer sind die Sorten, die im Hause Haider als edelsüße Weine gekeltert werden.

 

Weingut Reumann: Sphärenharmonie im Blaufränkischland

Equinox

Äquinoktium

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Wie bei den Tagundnachtgleichen, mit gleichen Anteilen von Tag und Nacht, stellen die drei Rebsorten Blaufränkisch, Zweigelt und St. Laurent die Balance her. Und damit kommt das klassische, traditionelle Moment zum Ausdruck: Alle Rebsorten sind gebietstypisch. Speziell der Blaufränkische gilt als Aushängeschild des Mittelburgenlands. Das ausgewogene Verhältnis spiegelt auch der Name wider: "Equinox" leitet sich von den lateinischen Bezeichnungen für „gleich" und „Nacht“ ab – aequus und nox.

Astronomisch betrachtet handelt es sich beim sogenannten Äquinoktium, der Tagundnachtgleiche, um den Tag, an dem die Sonne im Himmelsäquator steht und für alle Orte der Erde um 6 Uhr Ortszeit im Ostpunkt auf- und um 18 Uhr im Westpunkt untergeht. Kalendarisch wird dadurch Frühlings- und Herbstbeginn markiert.

 

Es sind die offensichtlichen Parallelen zur Natur, die für Sepp und Maria Reumann namensstiftend waren: Die Natur und damit der Wein – beginnt Mitte/Ende März zu erwachen. Mitte/Ende September beginnt die Zeit der Ernte und der Kellerarbeiten.

 

Auch die Vinifikation ist Teil des stimmungsvollen Konzepts: Zwölf Monate und damit ein Zyklus beider Tagundnachtgleichen des Jahres reifte der „Equinox“ in Barriquefässern zweiter Füllung.


 

EQUINOX


 

Jahrgang: 2008


Sorten: Blaufränkisch, Zweigelt und St. Laurent


Lagen: Im Weingebirge, Siglosgrund, Mitterberg


Alter der Reben: 5 bis 26 Jahre


Ausbau: 12 Monate Barriqueausbau (2. Füllung)

Alkoholgehalt: 13,5 vol%


Preis ab Hof: € 12,50

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Mayer am Pfarrplatz: Wiener Riesling verzaubert in Italien

Vibrierende Mineralität trifft auf vinophiles Temperament

Eine Ehre für das Wiener Weingut: In der Weinmetropole Italien, wo Klassiker wie Chianti und Pinot Grigio den Markt beherrschen, findet der Riesling Alsegg vom Mayer am Pfarrplatz großen Anklang.

Fruchtbarer Boden für den Riesling Alsegg

Italien zählt zu den Big Playern der globalen Weinwirtschaft. Hier wird nahezu flächendeckend Wein kultiviert. Entsprechend groß ist das Exportvolumen, entsprechend selektiv fallen die Importe aus. Was für Winzer außerhalb der Apenninhalbinsel als ausgesprochen schwer zu erobernder Markt gilt, ist für das Weingut Mayer am Pfarrplatz ein fruchtbarer Boden. Bereits zwei Distributeure sind es, die sich für die Mayer am Pfarrplatz-Weine begeistern. Ganz besonders angetan hat es ihnen der Riesling Alsegg.

Vorfrühling in Wiener Weinbergen, anklicken zum Vergrößern

Ebenfalls der gute Ruf des Riesling Alsegg war es, der für Gerhard J. Lobner, Geschäftsführer des Weinguts Mayer am Pfarrplatz, die Einladung zur Teilnahme an der Roma VinoExcellence bedeutete. Denn nur ausgewählte Weingüter und Journalisten wurden zu dieser internationalen Riesling-Tagung gebeten, die von Helmut Köcher (Gründer des Merano WineFestivals) und Ian D’Agata (Riesling-Experte, Autor International Wine Cellar & New Wine Journal) veranstaltet wurde. An drei Tagen fanden im Salone delle Fontane in Rom Referate, runde Tische und Verkostungen zum Thema Riesling statt.

Roma VinoExcellence

Gerhard J. Lobners Resümee: „Besonders positiv angesprochen wurde im Erfahrungsaustausch mit anderen Winzern und Önologen, aber auch von Fachjournalisten, die eigenständige Mineralität unserer Rieslinge. Sehr gelobt wurde außerdem die Trockenbeerenauslese Riesling Alsegg 2009. Für mich war jedenfalls erfreulich zu sehen, dass wir international vorne mithalten können.“


Kontakt für Rückfragen
: Mayer am Pfarrplatz, Gerhard J. Lobner
, Pfarrplatz 2 1190 Wien
,

Tel.: +43 1 370 33 61, www.pfarrplatz.at

 

Wachter-Wiesler: 2008 Steinweg Eisenberg DAC Reserve

Großer Wein von kargem Boden

Am Eisenberg verläuft entlang eines Waldrandes und der Riede Hummergraben der „Steinweg“. Allein dieser Name sagt schon einiges über die Bodenbeschaffenheit aus, er bezeichnet den eisenhaltigen Schiefer, der dem Rotwein seine kraftvolle Mineralik verleiht. Mehr noch verrät uns der Hummergraben. Von einer Luxusspeise wie dem Hummer war man im Südburgenland einst weit entfernt. Ganz im Gegenteil, in diesem Namen steckt das Wort „Hunger“, das im Dialekt eben wie Hummer ausgesprochen wird.

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Foto © Robert Seier

Die Riede bewahrt also in ihrem Namen das Andenken an magere Zeiten, als geringe Erträge in den Weingärten noch ehrenrührig waren. Der Steinboden ist nur von einer sehr dünnen Lehmschicht bedeckt, auf der über 30 Jahre alte Rebstöcke besonders kleine, allerdings äußerst kraftvolle Beeren entwickeln.

 

Genau von diesen Stöcken bezieht Christoph Wachter das Material für den Steinweg Eisenberg DAC Reserve, den führenden Wein im Sortiment des Weingutes Wachter-Wiesler. Der Jungwinzer, der bereits mit dem Gedanken an gezielte Ertragsreduktion aufgewachsen ist, zu seinem „Lieblingsweingarten“: „Er ist durch seine Steilheit zwar schwierig zu bearbeiten, doch die Qualität der Blaufränksich-Trauben ist hier einfach unübertrefflich“, was wiederum zu einem Ergebnis führt, das Christoph Wachter in kurzen Worten auf den Punkt bringt: „Würzig, ungemein mineralisch, fein, klar und fokussiert, mit kühler Frucht und frischer Säure.“

 

Erhältlich ist der Steinweg Eisenberg DAC Reserve 2008 in Wien in der Vinothek St. Stephan und in der Burgenland Vinothek. Der weit bessere Weg zu diesem Wein sind allerdings ein paar relaxte Tage im Südburgenland, mit Spaziergang entlang des Steinweges am Eisenberg, vorbei an malerischen Kellerstöckln, und einem abendlichen Besuch in der Buschenschank oder in „wachter wieslers ratschen“ mit angeschlossener Vinothek, damit nur ja keiner vom Südburgenland „humri“ heimkehren muss.

 

GrüVe feiert seinen 25. Jahrgang

Kunst am Wein

Ein frischer spritziger Grüner Veltliner, das ist der Wein, wie ihn Meister Christian Ludwig Attersee schätzt. Karl Jurtschitsch aus Langenlois, auch nicht irgendein Winzer, sondern eben der Jurtschitsch, konnte ihm exakt diesen Wein bieten. Es war deswegen kein Wunder, dass der Malerfürst vor 25 Jahren spontan zugesagt hat, dem Jurtschitsch, genau gesagt, dem Weingut Jurtschitsch Sonnhof in Langenlois, ein Etikett zu entwerfen.

Jahr für Jahr ist seither eine im wahrsten Sinn des Wortes „kunstvolle“ Edition unter dem Label GrüVe erschienen; Malerkunst auf und Winzerkunst in der Flasche. Jedes Etikett erzählt eine kleine Geschichte und verewigt jeweils ein Detail aus dem Leben des Künstlers; vor zwei Jahren zum Beispiel seine Liebe zum Segeln, oder im Vorjahr der Geburtstagstisch zu Attersees 70er (Bild unten anklicken!)

 

Apropos verewigen: Der GrüVe ist ein leichter Weißwein und sollte bald nach seinem Erscheinen genossen werden. Trotzdem wurde er zum Sammelobjekt. Es gibt sicherlich etliche Weinfreunde, die penibel von jedem Jahrgang eine oder mehr Flaschen zur Seite gelegt haben. Das wäre doch eine Vertikale der Sonderklasse! Und, dessen bin ich mir sicher, auch der „kostbare“ Beweis, dass gute Kunst welcher Art auch immer niemals altern wird.


 

Christian Ludwig Attersee und Sonnhof Jurtschitsch

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Vereint am GrüVe-Tisch

Prof. C. Ludwig Attersee hat heuer seinen 70er gefeiert, am 28. August. Er kann auf ein großes Leben zurückblicken, erfolgreich als Segler (dreifacher Staatsmeister), als Literat mit Kurzromanen und Liedertexten und vor allem anderen als der Attersee, der Künstler, der von einem der schönsten Seen in Österreich den Namen angenommen hat und weltweit mittlerweile gleich bekannt, wenn nicht bekannter als dieser malerische Salzkammergutsee ist.

Sein Lieblingswein ist definitiv der Grüne Veltliner. So war es durchaus logisch, dass er diesem Wein ein künstlerisches Denkmal setzt. Gemeinsam mit dem Weingut Sonnhof der Familie Jurtschitsch in Langenlois wurde deshalb vor 24 Jahren der erste GrüVe kreiert, ein fröhlich würziger Grüner Veltliner mit erfrischender Säure, mit Leichtigkeit und dennoch Fülle am Gaumen.


 

Jahr für Jahr hat dieser traumhaft inspirierende Wein den Maler Attersee zu neuen Etiketten angeregt, immer ein wenig zum Schmunzeln und immer mit einer kleinen persönlichen Pointe. Heuer ist es ein besonderes Möbel, das die GrüVe-Flaschen ziert. Wein- und Kunstfreunde, die sehr oft in Personalunion auftreten, dürfen sich an den GrüVe-Tisch setzen, um mit einem Glas dieses köstlichen Muntermachers zumindest im Nachhinein auf den runden Geburtstag unseres gefeierten Künstlers anzustoßen.

 

Weingut Fischer: Hommage an den Zweigelt

100CASES

Fotos © Weingut Fischer zum Vergrößern anklicken

Wie der Name schon sagt, exklusive 100 Kartons und keinen mehr gibt es von diesem reinsortigen Zweigelt 2007, dessen Trauben aus der bekanntesten und einer der ältesten Rieden des Weingutes Fischer, dem Gradenthal, kommen. Christian Fischer hat ihm 22 Monate im französischen Barrique und acht Monate auf der Flasche zur Reifung gegönnt und wurde dafür u.a. mit 93 Falstaff Punkten belohnt.

 

 

Jeder Karton ist ein Unikat; gestaltet vom Berndorfer Künstler Kurt Welther. Erhältlich ist 100CASES ausschließlich im Weingroßhandel Döllerer.