Kultur und Weindas beschauliche MagazinWikinger, ein immersives Erlebnis, Ausstellungsansicht © Alegria Exhibition GmbH WIKINGER Tief eintauchen in Saga und Geschichte
Allein der gewaltige Sound, der bis zur Kassa in der MARX Halle heraus dringt, ist bereits vielversprechend. Da tut sich was! Hörnerklang und Kriegsgeschrei. Kein Wunder, denn es geht um die Nordmänner, die vom achten bis ins elfte Jahrhundert große Teile Europas in Angst und Schrecken versetzt haben. Die Wikinger waren mit pfeilschnellen Booten unterwegs, mit denen sie nicht nur die Meere bis ins heutige Amerika durchpflügten, sie drangen damit auch auf den Flüssen bis zu großen Städten vor, um deren Bewohner zu massakrieren und deren Schätze zu rauben. Die sogenannten Sagas berichten von den „Heldentaten“ ihrer Könige, aber auch von der legendären Entstehung dieser wilden Scharen. Es wäre aber zu kurz gegriffen, nur ihre Grausamkeit zu überliefern. Das kulturelle Erbe der Wikinger hat in etlichen Bereichen überlebt, nicht nur im Nibelungenlied und in den Opern von Richard Wagner, auch auf unserem Handy, dessen Icon Bluetooth an den dänischen König Harald Blauzahn und dessen Vermögen, große Reiche zu verbinden, erinnert.
Bevor man in die mystischen Nebel ihrer Urgründe eintaucht, wird man von Aslaug empfangen. Sie war eine Tochter von göttlichem und sterblichem Blut und heiratete König Ragnar. Ausgerüstet mit VR-Brille sitzt man im Schatten der Weltesche Yggdrasil und begleitet das Mädchen und ihren Wolf aus ihrer Vergangenheit mit Drachen und Walküren zu den Menschen, eben den Wikingern. Aus diesem Dunkel heraus führt ein spektakuläres, immersives Showerlebnis.
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