Kultur und Wein

das beschauliche Magazin


Nur MuTh! für eine Reihe von spannenden Eigenproduktionen

Elke Hesse und The Erlkings bei der Präsentation des kommenden Programms

Eine zuversichtliche Vorschau in ungewisse Zukunft

Elke Hesse, die rührige Direktorin unseres jüngsten Wiener Konzertsaales, ist personifizierter Optimismus. Stolz kann sie darauf hinweisen, dass ihr Haus längst nicht mehr nur von Einmietungen lebt, sondern die (überaus bequemen) Sitzreihen mit einem eigenen Programm füllen kann. Wer und was gespielt werden soll, steht an sich für die nächste Saison fest. Allein das Wie ist noch offen, denn niemand weiß, ob sich das Publikum überhaupt traut. Eine Umfrage, die Hesse diesbezüglich gestartet hat, erbrachte einen überwältigenden Zuspruch. Darauf bauend wurden namhafte Ensembles für die Kammermusik verpflichtet, um der Vielfalt dieses Genres einen idealen Rahmen zu geben. Es wird Unterhaltung auf höchstem Niveau geben, wenn der Zyklus „G´mischter Satz“ mit Frank Hoffmann und dem Martin Gasselberger Trio mg3 für Schmunzeln sorgt. Eingeladen ist auch die Jugend, ihre Talente zu zeigen, wenn es wieder heißt „Mozart in my hands“. Geschaffen wurde das MuTh an sich als Bühne der Wiener Sängerknaben, die mit „Singing in the MuTh – 1001 Lieder“ unter der Leitung von Gerald Wirth gemeinsam mit musikalischen Wegbegleitern aus Zuhörern begeisterte Mitsänger machen wollen. Premiere feiern wird das Singspiel „Das Zauberwort“, ein interessantes Singspiel von Josef Gabriel Rheinberger mit einem Libretto von Franziska von Hoffnaaß (1831-1892) nach einem Märchen von Wilhelm Hauff. Maßgeschneidert für Kinder ab sechs Jahren ist „Das tapfere Schneiderlein“, ein Beitrag der Wiener Taschenoper, und die auf die Kleinen zugeschnittenen „Bilder einer Ausstellung“ als Tanztheater in Koproduktion mit dem Natalia Sats-Theater Moskau. Das Programm ist wie bisher verlässlich auf der Homepage des MuTh rechtzeitig anzufragen, freilich jetzt noch grob durchmischt mit Verschiebungen.

Aber „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“. Losgehen soll´s mit September. Einen Vorgeschmack gaben bei der launigen Präsentation des Programms „The Erlkings“ mit ihrer Version von klassischer Liedkunst im Klangkostüm des 21. Jahrhunderts. Tuba, Cello, Schlagzeug, geleitet von Gesang und Gitarre werden voraussichtlich am 22. November 2020 um 19.30 Uhr zu erleben sein, inklusive einem pfiffigen Geburtstagsständchen für den Jahresregenten Ludwig van Beethoven.

The Erlkings als Gäste bei der Präsentation
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