Kultur und Wein

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Im Café rennt der Schmäh

 

 

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Hier ist der Bericht zum o. g. Stück

Im Café rennt der Schmäh, Ensemble

Im Café rennt der Schmäh, Ensemble

IM CAFÉ RENNT DER SCHMÄH Ein exklusiver Kurs in Wienerisch

Irene Budischofsky, Paul Schmitzberger, Martha Butbul

Irene Budischofsky, Paul Schmitzberger, Martha Butbul

Literaten, Kammersänger und andere unterhaltsame Typen bei Melange, Verlängertem und Einspänner

Regisseur und Intendant Georg Mittendrein nennt es „Eine kleine, sentimentale Hommage ans Wiener Caféhaus“, die er für den Theater Sommer Mauer zusammengestellt hat. Das Motto: Der Schmäh muss rennen! Und wie! Dafür sorgen die zwei charmanten Kellnerinnen Fini (Irene Budischofsky) und Fanni (Shlomit Butbul), die an sich seriöse Herren wie den Dichter Kunstmann (Paul Schmitzberger) und den Kammersänger Alfredo (Alfred Pfeifer) zu kreativen Höchstleitungen in diesem Fach treiben. Das ihre dazu tragen auch Piccolo Anton (Fabian Spatzek) und der Chef des Etablissements, Herr Zucker (Christian Spatzek), bei, wenn sie für angesagte, letztlich aber ausbleibende Gäste aus deutschen Landen ein entsprechendes Lernprogramm in Wienerisch vorbereiten. Für die große Überraschung bürgt Martha Butbul, landläufig bekannt als Jazz Gitti. Zuerst wünscht sie sich als Dirndlträgerin nicht mehr, als wieder einmal ein richtiges Lausmensch zu sein, um kehr um die Hand als solches in neckischem Babykleidchen ihre Abneigung gegen Schokolade zu besingen.

Einmannorchester: Peter Uwira mit Akkordeon

Einmannorchester: Peter Uwira mit Akkordeon

Fabian Spatzek, Irene Budischofsky, Paul Schmitzberger, Shlomit Butbul © Christian Spatzek

Fabian Spatzek, Irene Budischofsky, Paul Schmitzberger, Shlomit Butbul © Christian Spatzek

Von Sentiment, wie es der Autor dieser Collage im Untertitel andeutet, ist wahrlich nicht viel zu merken. Der Spaß dominiert und macht aus dem Mosaik von Wienerliedern, denen gerne Weinerlichkeit nachgesagt wird, ein buntes Bild aus Schlagern von Hermann Leopoldi wie „In einem Café in Hernals“ oder „Schön ist so ein Ringelspiel“. Als literarischen Kontrast gibt es Lesungen von H. C. Artmann makaberem „i bin a ringlgschbüübsizza“ oder als Beispiel der örtlichen Fresslust „Der Phäake“ von Josef Weinheber. Die nahezu alle Wienerlieder beschließende Anbiederung an den Tod, dem besten Freund des Wieners, hat ihren Platz ebenso sicher wie die launige Tränendrüse, in der eine aufkeimende Liebe zwischen Blunzen und Leberwurscht vom Meister, seiner Gattin und dem hungrigen Lehrbuben einfach verspeist wird. Kein Kaffeehaus ohne Orchester! Peter Uwira übernimmt mit seinem Akkordeon dessen Funktion und begleitet meisterlich Kaffeehausbelegschaft und Gäste bei dieser für das Publikum exklusiven Probe, Deutsch sprechende Personen in Wienerisch, einer in ihrer Bedeutung längst noch nicht entsprechend gewürdigte Sprache, mit bestem Schmäh zu unterrichten.

Im Café rennt der SChmäh, SChlussverbeugung des Ensembles

Im Café rennt der SChmäh, SChlussverbeugung des Ensembles

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