Kultur und Weindas beschauliche MagazinRobert Rauschenberg Image & Gesture, Ausstellungsansicht ROBERT RAUSCHENBERG Image & Gesture zwischen Kunst & Leben
Florian Steininger, künstlerischer Direktor der Kunsthalle Krems, ist sichtlich stolz, Kurator einer Ausstellung zu sein, die sein Haus in die Liga von Museen in Houston, New York, Hongkong, Madrid, München und Köln rückt. Krems ist die letzte Station der musealen Robert-Rauschenberg-Retrospektive, die anlässlich seines 100. Geburtstags diesem Künstler weltweit gewidmet war. Steininger: „Das ist ein starkes Signal für die Qualität und das internationale Vertrauen in die Kunsthalle Krems als bedeutenden Kunststandort“, um diesen Jubel auch zu begründen: „Mit Rauschenberg setzen wir auf eine der tragenden Figuren der modernen und zeitgenössischen Kunst – einen Pionier und eine vielseitige Persönlichkeit der Pop-Art.“
Um den auf den ersten Blick seltsam anmutenden Großformaten nahezukommen, öffnet ein Zitat Rauschenbergs einen Spalt für deren Verständnis: „Für ein Gemälde sind ein paar Socken ebenso tauglich wie Holz, Nägel, Terpentin, Öl und Stoff.“ Farbe und Pinsel wären dem 1925 in Texas geborenen Künstler zu wenig gewesen. Damit konnte er zwar mit heftigen Strichen Bilder im Sinn des Abstrakten Expressionismus malen. Sie wurden aber mit allerhand Gegenständen bereichert und so die Bildfläche um die dritte Dimension erweitert. Dazu kamen Motive, die zunächst durch das Abreiben von Zeitungsbildern entstanden. Sie tauchen schemenhaft in den „Transfer Drawings“ auf, um ab 1962 in den „Silkscreen Paintings“ mit der Technik des Siebdruckes ergänzt zu werden.
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