Kultur und Wein

das beschauliche Magazin


Lebt und arbeitet in Wien, Ausstellungsansicht, Kunsthalle Karlsplatz © Foto: Markus Wörgötter

Lebt und arbeitet in Wien, Ausstellungsansicht, Kunsthalle Karlsplatz © Foto: Markus Wörgötter

LEBT UND ARBEITET IN WIEN

Ein Überblick über das urbane Kunstgeschehen

Lebt und arbeitet in Wien, Ausstellungsansicht © Foto: Markus Wörgötter

Lebt und arbeitet in Wien, Kunsthalle Wien © Foto: Markus Wörgötter

Die Stadt feiert sich als fruchtbarer Nährboden für kreatives Schaffen

Es handelt sich um die mittlerweile fünfte Ausgabe eines Formats, das, wie es im Programm von „Lebt und arbeitet in Wien“ heißt, den lebendigen Diskurs zwischen aktuellem Kunstschaffen und einem dafür durchaus nicht leicht zu gewinnenden Publikum anregen will. 38 Künstlerinnen und Künstler haben für die auf zwei Standorte (Kunsthalle Wien & Kunsthalle Karlsplatz) verteilte Ausstellung neue Werke geschaffen, von denen einige überhaupt erstmals in Wien zu sehen sind. Das Kuratorenteam Daniel Baumann, Michelle Cotton und Monika Georgieva hat sich dem Problem der Auswahl gestellt und zusätzlich zur musealen Präsentation ein reichhaltiges Rahmenprogramm erdacht. Die Vertiefung von Malerei, Skulptur, Installation, Zeichnung, Fotografie und vielem mehr erfolgt mit Vorträgen, Performances und Gesprächen wie über „Die erhitzte Stadt“ der „Die lebenswerte Stadt“, „Die arbeitende Stadt“ und „Die geheime Stadt“ folgen.

Lebt und arbeitet in Wien, Kunsthalle Wien © Foto: Markus Wörgötter

Lebt und arbeitet in Wien, Kunsthalle Wien © Foto: Markus Wörgötter

 Irina Lotarevich, Compressed Fortune, 2025 Foto: Chris Herity

Irina Lotarevich, Compressed Fortune, 2025 Foto: Chris Herity

Ziel ist es, die Menschen der Stadt mit einem Phänomen zu konfrontieren, das sich trotz seiner bunten Vielgestaltigkeit zu einem guten Teil spröde gibt. Die meisten der heutzutage entstehenden Werke sind zwar gut gemeint, aber erklärungsbedürftig. Viele der Namen sind auch denen unbekannt, die sich intensiv im Wiener Kunstbetrieb wie den zahlreichen Galerien und deren dichtem Kalender an Vernissagen bewegen. Das allerdings ist wiederum eine positive Folge der kunstfreundlichen Atmosphäre Wiens. Es gibt hier eine unüberschaubare Anzahl von Künstlerinnen, die natürlich nie zu viel sein können. Auch etliche Herren reüssieren in der Szene. Ein Angebot von solch einem gewaltigen Umfang birgt natürlich Überraschungen.

Denn gerade Veranstaltungen wie (um endlich ins unvermeidliche Englisch zu wechseln) „Contemporary Art from Vienna“ reißen neue Weichen in so manchen bereits eingerosteten Schienensträngen auf und ermöglichen Reisen zu einem bisher unbeachteten Kunstgeschehen. Hilfreich dabei ist auch die zur Ausstellungseröffnung erschienene Publikation. Unter anderem finden sich darin 56 kurze Essays von Chris Clarke, Christian Egger, Leonie Huber, Michał Leszuk, Simone Molinari, Vanessa Joan Müller und Inga Charlotte Thiele, die sich mit Werk und dazu gehöriger Person aufschlussreich auseinandersetzen.

 Anna Schachinger, Nisperos, 2025 Courtesy der Künstlerin und Sophie Tappeiner, Wien

Anna Schachinger, Nisperos, 2025 Courtesy der Künstlerin und Sophie Tappeiner, Wien

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