Kultur und Wein

das beschauliche Magazin


Silvia Meisterle (Editha), Dominic Oley (Rittmeister von Eulenfeld) © Sepp Gallauer

DIE STRUDLHOFSTIEGE Morast unter der prächtigen Treppe

Die Strudelhofstiege Keyfoto mit Ensemble © Jan Frankl

Ein dunkelgraues Zeitgemälde mit ein paar bunten Tupfen

Heimito von Doderer hat um einen bedeutenden Schauplatz einen Roman gewaltigen Ausmaßes geschrieben. Im 9. Wiener Gemeindebezirk verbindet die Strudlhofstiege die Liechtensteinstraße mit der Währinger Straße. Sie zählt mit ihren verspielten Windungen und scheinbar ineinander verflochtenen Geländern als Juwel des Jugendstils, das seinen Namen von einem gewissen Peter Strud(e)l, Bildhauer und Maler, herleitet. Sie wurde für den österreichischen Dichter zum Sammelpunkt etlicher Lebensstränge, in die der Leser im Fin de Siècle einsteigt und, wie der Untertitel sagt, in die „Tiefe der Jahre“ geleitet wird. Die zentrale Gestalt ist ein gewisser Melzer, dessen Karriere vom Oberleutnant der Armee in Bosnien über die Beförderung im Ersten Weltkrieg zum Major und nach dem Zusammenbruch der Monarchie in das Büro als Amtsrat der staatlichen Tabakregie führt. Es beginnt mit einer zumindest äußerlich sorgenfreien Gesellschaft, die ihre Tage in Reichenau verbringt und als größte Herausforderung die Besteigung der Rax ansieht. Es folgen die Kriegsjahre 1914 bis 1918.

Ulrich Reinthaller (Melzher), Roman Schmelzer (Major Laska) © Sepp Gallauer

Der Tod schlägt tiefe Kerben, bis zur Not der Nachkriegsjahre, in der Zigarettenschmuggel zu einem kleinen Vermögen, aber genauso zu schwerem Kerker führen kann. Die verbindende Klammer sind für Doderer Liebesbeziehungen, die alles andere als glatt ablaufen und immer wieder in wechselnden Partnerschaften münden. Um sich in diesem Gewirr einigermaßen zurechtzufinden, wäre es angebracht „Die Strudlhofstiege“ mehrmals zu lesen, was durchaus jedes Mal zu einem neuen Entdecken großartig formulierter Sprachelemente Doderers führen könnte.

Die Strudelhofstiege Ensemble © Sepp Gallauer

Wenn das Theater in der Josefstadt nun eine Dramatisierung dieses Prosawerks anbietet (bearbeitet von Nicolaus Hagg), sollte man sich keineswegs der Illusion hingeben, dass man nach der Vorstellung weiß, worum es gegangen ist. Regisseur Janusz Kica hat auf Dunkelgrau gesetzt, in dem er seine Darsteller winzige Passagen dieser mehr als umfangreichen Handlungen ausspielen lässt. Mit der Figur des im Ersten Weltkrieg gefallenen Major Laska ist ihm jedoch ein wahrer Geniestreich gelungen.

Roman Schmelzer führt als Geistergestalt in berührender Weise seinen Freund Melzer, in dessen Armen er gestorben ist, durch die Wirrnisse der Jahre bis zum Zweiten Weltkrieg, der den Überlebenden neuerlich an die Front abkommandiert. Ulrich Reinthaller ist ein in Sachen Liebe unentschlossener Soldat, der, wie es ihm Laska immer wieder vorhält, unfähig ist, seiner Seele ein Zivilgewand anzuziehen. Farbtupfer sind nicht nur durch ihre Kleider die Frauen, die wie Silvia Meisterle ein elegantes, aber korruptes Zwillingspaar spielt, das durch seinen Charme alles zu erreichen glaubt. Pauline Knof ist Etelka von Stangeler, die durch ihre Affären und beängstigende Raserei im Rausch sogar ihren an sich gelassenen Gatten, den Konsul Grauermann (Matthias Franz Stein) aus der Ruhe bringt. Die übrige stattliche Besetzungsliste ist eine Visitenkarte des Josefstadt-Ensembles mit Namen wie Michael König (Oberbaurat Stangeler), Swintha Gersthofer (Asta von Stangeler), einem Alexander Absenger als angeberischen Teddy von Honnegger oder Marlene Hauser als Thea Rokitzer, die reizvolle Geliebte des Rittmeisters von Eulenfeld (Dominic Oley).

Sie alle gaben dem Premierenpublikum, das zu deren beachtlicher Leistung zwar nicht begeistert, aber dennoch ausgiebig applaudierte, zumindest eine Idee von Doderers „Die Strudelhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre“ und gleichzeitig die Anregung, dieses Buch in Ruhe zu lesen. Immerhin handelt es sich um Literatur, die einen nicht unwesentlichen Teil der österreichischen Geschichte mit all seiner Nekrophilie und seelischen Verunsicherung in schönster Sprache aufzeichnet.

Mtthias Franz Stein , Alexander Absenger, Martin Vischer © Sepp Gallauer

Pauline Knof als Marianne © Sepp Gallauer

JAKOBOWSKY UND DER OBERST Zu Herzen gehende Flucht

Johannes Silberschneider, Matthias Franz Stein, Herbert Föttinger, Pauline Knof © Sepp Gallauer

Wenn der Zuschauer beginnt, selbst an Wunder zu glauben...

Dass ein jüdischer Geschäftsmann mit eher zufälliger polnischer Geburt mit einem Oberst der polnischen Armee in Frankreich aus Paris Richtung eines Hafens am Atlantik unterwegs sind, hat Franz Werfel ausgerechnet in Lourdes vernommen, an der Stätte, an der Wunder nichts Ungewöhnliches sind. Erstaunlich daran ist eher, dass an diesem Marienwallfahrtsort der Berichterstatter ein polnischer Bankier namens Stephan S. Jakobowics gewesen ist, ein Jude, dem an sich christlich begründete Mirakel fremd sind. Die gemeinsame Flucht der beiden Gegensätze, da der bescheidene, aber lebenskluge Jude, dort der polternde, dem Suff und den Weibern zugeneigte Militarist, könnte sich so ähnlich abgespielt haben, wie es Werfel für das Drama „Jacobowsky und der Oberst“ noch im lebendigen Eindruck der eigenen Emigration bereits ein Jahr nach der Zeit der Handlung (1940) niedergeschrieben hat (Entstehungszeit zwischen 1941 und 1942). Die Aktualität ist dem Stück geblieben, über eine große Verfilmung mit Danny Kaye und Curd Jürgens und unzähligen Bühnenproduktionen.

Herbert Föttinger mit Violine © Sepp Gallauer

Erstaunlich ist der Humor, mit dem Werfel bei allem Ernst des Geschehens seine Hauptfiguren ausgestattet hat. Immerhin geht es um das nackte Überleben, das in diesem rasanten „Roadmovie“ mehrmals in höchste Gefahr gerät. Vielleicht war es nur deshalb möglich, weil der Autor am eigenen Leib das Davonrennen vor dem sicheren Tod durchgemacht hat und damit Zeuge der Wunder geworden ist, die unabhängig von jeder Religion und Nationalität den von Vertreibung Betroffenen zuteil werden.

 

Wenn das Theater in der Josefstadt dieses Stück ins Programm nimmt, darf man sich zurecht einen großen Abend erwarten. An ausgezeichneten Darstellern für die doch zahlreichen Rollen mangelt es im Ensemble dieses Hauses am wenigsten. Wenn dann noch Janusz Kica als Regisseur die Umsetzung in die Hand nimmt, kann nichts mehr schief gehen. An Emotionen wird nicht gespart, und es ist absolut keine Schande, wenn es einem als Zuschauer einige Male Rührungstränen in die Augen treibt. Einer dieser Momente ist bestimmt die Abschiedsszene, bei der es um die Entscheidung geht, wer das Schiff in die Freiheit besteigen darf. Als Begleiterin des polnischen Boten mit den Geheimpapieren hätte Marianne das erste Recht darauf. Nicht zufällig hat Werfel seine Heldin so benannt und Pauline Knof wird diesem Auftrag mehr als gerecht. Sie wandelt sich sehenswert von der Tussi, die noch überlegt, ob sie ihr Tennisracket in England braucht, zur Freiheitskämpferin, die ihren Platz in der von den Nazis besetzen Heimat gefunden hat. Zur legendären Gestalt der Liberté wurde sie auf der Flucht mit den beiden Männern, die sich ihretwegen beinahe sogar duelliert hätten, wäre da nicht die Patrouille der Boche (während des Krieges abwertender Ausdruck für die Deutschen) erschienen und hätte mit einer Perlustration begonnen.

Für Oberst Tadeusz Boleslav Stjerbinsky muss es wahrhaft unerträglich gewesen sein, zum irrsinnigen Ehemann von Marianne erklärt zu werden, um einer Festnahme zu entgehen. Herbert Föttinger zeigt in dieser Rolle einmal mehr, wie sehr ihm solche Partien liegen und hat dafür sogar das Spielen der Violine zumindest bis zu fünf Tönen erlernt. Vom überheblichen Grundherrn und Offizier, der mit leichter Hand seinen Pfeifendeckel Szabuniewicz (Matthias Franz Stein) der Geliebten schenkt, zum mit seinem Zusammenbruch Hadernden ist es bei ihm nur ein kleiner, aber bestens nachvollziehbarer Schritt. Immerhin hat er nicht nur den Kriegsfeind als Gegner, sondern auch Jacobowsky. Johannes Silberschneider nervt als solcher seinen Kontrahenten nicht nur mit den ins Unendliche fortsetzbaren zwei Möglichkeiten und ständigen Wundern, die er für das Trio wirken lässt, er stiehlt ihm sogar dann noch die Show, als die beiden längst Freunde sind. Statt in der Kathedrale des Oberst entzündet Jacobowsky in der Synagoge seines Herzens ein ewiges Licht für Marianne.

Johannes Silberschneider, Herbert Föttinger © Sepp Gallauer

Glaube und Heimat Ensemble © Moritz Schell

GLAUBE UND HEIMAT als Warnung vor zeitlosem Wahnsinn

Glaube und Heimat Ensemble © Moritz Schell

Wenn zwei Glauben raufert werden, ist das eine wilde Sach´

Karl Schönherr war Tiroler, verwurzelt in seinen Bergen, der seine Landsleut´ einerseits als Arzt kuriert, aber ihnen als Schriftsteller als bessere Medizin auch den Spiegel vors sture Bauerngesicht gehalten hat. Seine Art der Dichtung mag heute mancherlei Nasenrümpfen hervorrufen, damals hat man ihn aber verstanden oder bewusst fehl gedeutet, wenn 1933 der Völkische Beobachter über sein „blutechtes, bodenständiges Schaffen“ schreibt. Ihm selbst mag eine solche Interpretation gar nicht so unrecht gewesen sein. Nach dem Anschluss 1938 jubelt er über ein „gewaltiges Land, so wie in alter Zeit“, oder war es nur die Angst des damals 71jährigen Dichters um seine Frau, die Jüdin Malvine. Keine Frage, es ist problematisch, einen Schönherr heutzutage aufzuführen. Das Theater in der Josefstadt hat es gewagt und „Glaube und Heimat“ (Uraufführung 1910) ins Programm genommen. Es geht um die Vertreibung der Protestanten während der Gegenreformation, gemeint war allerdings die lang nach dem Toleranzpatent eines Josef II. geschehene Umsiedlung der Zillertaler Inklinaten (1837!).

Roman Schmelzer, Alexandra Krismer © Moritz Schell

Es stehen darin die vor reformatorischer Überzeugung gehärteten Schädel der Lutheraner gegen den brutalen und blutigen Versuch der Habsburger, in ihrem Reich den katholischen Glauben durchzusetzen. Die Verortung durch den Autor im 16. Jahrhundert kann nicht die Zeitlosigkeit der Problematik verhindern. Wer Augen hat zum Sehen und Ohren zum Hören, muss auch bei dieser doch sehr parteiischen Abrechung mit den Schergen des Kaisers die eigentliche Wahrheit bemerken.

Glaube und Heimat Ensemble © Moritz Schellmann

Es war, ist und bleibt unfassbar, dass Glaubensbekenntnisse egal welcher Ausprägung um so vieles stärker als jede Vernunft sind; dass man für religiöse Hirngespinste Katastrophen heraufbeschwört und nicht vor Morden zurückscheut, um sein eigenes sogenanntes Gewissen zu beruhigen. Insofern macht es Sinn, dieses Stück aufzuführen, als Warnung vor der einen Todsünde, die sich Religion nennt und Hand in Hand mit der zweiten, dem Nationalismus brüderlich einhergeht.

Stephanie Mohr hat diesen Schönherr im Sinne eines Gemäldes von Albin Egger-Lienz inszeniert. Im Herrgottswinkel der Bauernstube hängt das Bild von der Gottesmutter als Beweis, dass man katholisch ist. Dazwischen agieren in ihrem Grund und Boden zutiefst verwurzelte Mander und Weiber, denen der Reiter des Kaisers (Claudius von Stolzmann) das Leben zur irdischen Hölle macht. Es wird heimlich in der Bibel gelesen und emotionslos über den Verkauf der Anwesen verhandelt. Der Bader (Oliver Huether) lässt mit einem kühnen Messerstich das Wasser aus dem Bauch des Alten und gibt sowohl über dessen Ableben als zur nächsten Geburt im Hause des auf die verlassenen Höfe erpichten Engelbauern (Nikolaus Barton) in der Au seine Prognosen ab.

Dazwischen singt der Trommler (Kyrre Kvam) traurige Lieder vom Scheiden und am Schluss geht´s darum, zumindest in geweihter Erde und nicht auf dem Schindanger begraben zu werden. Es ist stellenweise beinahe unerträglich, mit welchem Ernst die Darsteller zu Werke gehen. Die Hauptperson ist Christoph Rott, ein Bauer, der lange seine wahre Konfession verheimlicht. Raphael von Bargen ist durch und durch der aufrechte Christenmensch, dem man es auf der Stelle abnimmt, dass er auch im größten Schmerz seinen Feinden verzeihen kann, weil es so in der Bibel gefordert wird. Michael König ist der Alt-Rott, die Rottin Silvia Meisterle. Roman Schmelzer (Sandperger zu Leithen) und Alexandra Krismer (Sandpergerin), Kesseflicker-Wolf Ljubiša Lupo Grujčić und Straßentrapperl Susanna Wiegand sind Glanzpunkte im finsteren Geschehen, ebenso wie Swintha Gersthofer, die den Spatz mit der Frechheit eines Tiroler Bauernbuben abseits von religiösen Skrupeln auf Mauern und Bäume kraxeln lässt. So besehen, kann man nur hoffen, dass das Publikum die Botschaft versteht und nicht zur Pause die fordernde Vorstellung verlässt.

Raphael von Bargen als Rott und Ensemble © Moritz Schell

Der Bauer als Millionär Ensemble © Erich Reismann

DER BAUER ALS MILLIONÄR geist(er)reich inszeniert

Michael Dangl, Wolfgang Hübsch © Erich Reismann

Zufriedenheit mit einem herzerwärmend romantischen Raimund

Es ist seltsam, aber auch in Zeiten gnadenlos engagierter Regietheater erfreut man sich an einem Zaubermärchen, das mit allem Plüsch des Biedermeiers von einem Mädchen aus der Feenwelt erzählt. Die Handlung mit ihrer einfachen Moralität schrammt hart am Rand des Kitsches, nicht ohne diese Grenze mehrmals lustvoll zu überschreiten. Die Bühne wimmelt nur so von Magiern und Geistern, die alle zusammen wie nichts Schicksal spielen. Sie können den Irdischen mit Galläpfeln oder einer Kegelpartie zum Supervermögen verhelfen, ihnen gleichzeitig die Zeit wie einen verrückten Bock nach vor und zurück springen lassen und müssen dennoch auf fiese Tricks zurückgreifen, wenn die angepeilten Menschen nicht so wollen, wie es ihnen gut dünkt. Was muss sich eine Fee auch mit einem Sterblichen einlassen und ein Kind austragen? Ferdinand Raimund, der Meister im Umgang mit derlei zauberhaften Unwahrscheinlichkeiten, hat diesen Ausrutscher jedenfalls in eine wundersame Handlung verpackt und mit entsprechend komödiantischem Touch zu einem seiner Erfolgsstücke veredelt.

Michael DAngl als Aschenmann © Erich Reismann

Die Opfer übernatürlicher Intrigen kommen an sich recht schlecht weg. Ein gewisser Fortunatus Wurzel kann mit dem akuten Geldregen nicht wirklich was anfangen und bewirtet seine Spezis, die nichts anders wollen, als gratis fressen und saufen – was man ja aus jeder Gesellschaftsschicht bestens kennt. Sein Kammerdiener, gewester Kuhhirt, bereichert sich hemmungslos und der Bediente Habakuk lässt jeden Respekt seiner subalternen Stellung vermissen. Wären da nicht die beiden Jungen, das Lottchen, Tochter von Lacrimosa, und der biedere Karl Schiff, ein armer Fischer, „Der Bauer als Millionär“ wäre ja wahrhaftig ein unmoralischer Abriss menschlicher Unzulänglichkeiten.

Theerresa Dax, Michael Dangl © Erich Reismann

Die Josefstadt hat ihrem Premierenpublikum am 13. Dezember 2018 ein wunderschön verpacktes Weihnachtsgeschenk überreicht. Das Christkindl in Gestalt von Josef E. Köpplinger hat diesen Raimund so auf die Bühne gestellt, wie ihn sich der Autor einst auch gedacht haben mag. Die originalen Couplets und das von Theresa Dax tränenrührend tirilierte „Brüderlein fein“ dürfen zur Begleitung eines feinen Orchesterchens gesungen werden, auf die sich Michael Dangl mit dem Aschenlied auch gerne draufsetzt.

Furien sausen durch das Dunkel der Hinterbühne, dass das Fürchten eine Freude ist, es donnert und blitzt und wenn die elegante Zufriedenheit (Julia Stemberger) das harte Herz des Hasses (Dominic Oley mit dem genialen Adlatus Ljubiša Lupo Grujčić) erweicht, ist spätestens jedem klar, dass das Gute siegen wird und Lacrimosa (Alexandra Krismer) gerettet ist. Bis es so weit ist, hat auch Wolfgang Hübsch als das hohe Alter einen beachtlichen Auftritt, indem er als soignierter älterer Herr erscheint, zum bösartigen Tattergreis mutiert, um wieder als Sir abzutreten. Lorenz mit den großen Taschen in seiner Livree ist Johannes Seilern und der ätzende Habakuk Paul Matić. Alexander Pschill als Ajaxerle, der Magier aus Donaueschingen, schwäbelt gekonnt um seinen Schützling Karl Schiff (Tobias Reinthaller) herum, dass der auch seine so natürlich daher kommende Braut Lottchen (Lisa-Carolin Nemec) nicht als Nabob, sondern als armer Hund rechtzeitig heiraten kann.

Auf persönliche Bedürfnisse und die Tatsache, dass genügend Geld, richtig angelegt, ebenfalls glücklich machen könnte, nimmt die Feenwelt (u.a. Patrick Seletzky als Bustorius, Alexander Strömer in der Rolle des Zenobius oder Martin Niedermair als gelber Neid) natürlich keine Rücksicht. Aber man hat dort oben zumindest das Einsehen, dass das Dasein als greiser Aschenmann auch nicht das Gelbe vom Ei ist und schenkt Fortunatus Wurzel gnädigerweise wieder sein tatsächliches Alter.

Ljubiša Lupo Grujčić, Martin Niedermair, Dominic Oley © Erich Reismann
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Foto © Theater in der Josefstadt

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