Kultur und Wein

das beschauliche Magazin


Myrthes Monteiro (Anita), Ensemble © Marco Sommer / Volksoper Wien

Myrthes Monteiro (Anita), Ensemble © Marco Sommer / Volksoper Wien

WEST SIDE STORY Sparsame Ausstattung, opulente Wirkung

Anton Zetterholm (Tony), Jaye Simmons (Maria) © Marco Sommer / Volksoper Wien

Anton Zetterholm, Jaye Simmons © Marco Sommer / Volksoper Wien

Somehow, somewhen, somewhere, is there a place to be? Yes!

Die traurigste Liebesgeschichte wohl der ganzen Geschichte bewegt seit Urzeiten die Herzen – obwohl, daraus gelernt hat bis heute niemand. Nicht erst William Shakespeare hat sie für sich entdeckt, aber er hat Romeo und Julia zum Allgemeingut der Menschheit gemacht. Ihm sind unzählige Autoren gefolgt, auch Arthur Laurents und Stephen Sondheim, die die Story nach New York City verlegt haben, in einen düsteren Teil der West Side von Manhatten. Die Musik dazu hat ein ganz Großer geschrieben. „West Side Story“ wird gemeinhin als Musical bezeichnet. Leonard Bernstein hat damit aber weit mehr geschaffen, eher eine Symphonie des 20. Jahrhunderts mit rasend vertrackten Rhythmen und einer den Klängen immanenten komplizierten Harmonik. Trotzdem geht diese Komposition wie kaum eine andere ins Ohr, denn die Melodien, bei denen es um das Wesentliche des Inhalts geht, fliegen den Zuhörern zu wie prächtige Vögel. Sie machen Lachen und Weinen, erregen den Zorn auf den Hass an sich und erzählen von einer Liebe, die nicht imstande ist, Katastrophen zu verhindern.

Roberta Monção (Teresita), Sophia Gorgi (Rosalia), Danai Simantiri (Francisca), Jaye Simmons (Maria)

Roberta Monção (Teresita), Sophia Gorgi (Rosalia), Danai Simantiri (Francisca), Jaye Simmons (Maria) © Marco Sommer/Volksoper Wien

Links: Jets, rechts: Sharks © Marco Sommer/Volksoper Wien

Links: Jets, rechts: Sharks © Marco Sommer/Volksoper Wien

Mit dieser Produktion hat Lotte de Beer einen Goldgriff getan. Sie hat selbst Regie geführt und dieses Werk in beachtlicher Qualität umgesetzt. Auf Kulissen wie die Freiheitsstatue in der Ferne, verkommene Häuserfassaden, Feuerleitern oder verdreckte Reklameschilder wird verzichtet. Das Schwarz des Hintergrundes reicht (abgesehen vom „Place to be“) völlig aus, um mit Licht und ein paar wenigen Requisiten die Schauplätze zu markieren (Bühnenbild: Christof Hetzer). Den Rest besorgen ohnehin die Darsteller. Mitreißende Tanzszenen der Jets und der Sharks lassen das Temperament überquellen (Choreographie: Bryan Arias). Von Riff (Oliver Liebl), der lästigen Anybody (Melanie Böhm) über den streitsüchtigen Bernardo (Lionel von Lawrence) bis zum schießwütigen Chino (James Park) sind alle diese Gesangsrollen solide besetzt. Die Mädchen, ob die blonden Girls der Sharks oder die glutvollen Puoertoricanerinnen, sind nicht nur eine Augenweide, sie verstehen es auch, trefflich zu tanzen und zu singen.

Doc (Axel Herrig) ist derjenige, der es mit den Burschen gut meint, nicht so Nicolaus Hagg, der als Polizei-Leutnant Schrank die Aggressionen noch ordentlich anheizt. Wenn Anita (Myrthes Monteiro) die anderen mit „I like to be in america“ vom neuen Lebensgefühl zu überzeugen versucht, geht die Post für die Integration ab. Dass ausgerechnet ihr Bräutigam vom Geliebten ihrer besten Freundin erstochen wird, ist eine harte Prüfung für das aufgeschlossene Mädchen. Doch sie umarmt diese, als sie deren Schmerz begreift. Jaye Simmons ist eine liebreizende Maria mit ungemein viel Innigkeit und großer Stimme. So ist es kein Wunder, dass sich Anton Zetterholm als Tony auf der Stelle in sie verliebt und allein aus ihrem Namen einen ergreifenden Song macht. Ihren Ausdruck finden alle diese Emotionen in der Partitur, aus der Ben Glassberg penibel jede Facette der vielschichtigen Gefühle, ob positiv oder negativ, mit dem Orchester des Hauses herausholt und es schafft, dem Publikum mit einem Dauerläufer auf den Musikbühnen der Welt einen einzigartigen Abend zu bescheren.

Oliver Liebl (Riff), Lionel von Lawrence (Bernardo), Ensemble © Marco Sommer / Volksoper Wien

Oliver Liebl (Riff), Lionel von Lawrence (Bernardo), Ensemble © Marco Sommer / Volksoper Wien

Lass uns die Welt vergessen, Esemble © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Jakob Semotan (Kurt Hesky), Lukas Watzl (Kurt Herbert Adler), Marco Di Sapia (Alexander Kowalewski), Andreas Patton (Ossip Rosental), Szymon Komasa (Leo Asch), Florian Carove (Hugo Wiener), Ensemble © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

VOLKSOPER 1938 Lass uns die Welt vergessen...

Lass uns die Welt vergessen, Esemble © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Lass uns die Welt vergessen, Esemble © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Einzug der Nazis und Auszug der Juden; eine Erinnerung als Beitrag zum 125-Jahr Jubiläum

Es könnte alles so fröhlich sein. Auf dem Programm steht „Gruß und Kuss aus der Wachau“, eine erfrischende Ansammlung von Ohrwürmern über einem witzigen Libretto; gerade richtig für die mageren Jahre der Zwischenkriegszeit in Österreich. Dass die Menschen zumindest für einen Abend ihre Sorgen vergessen, ist dem Komponist Jara Beneš und den bewährt humorigen Textschreibern Hugo Wiener, Kurt Breuer und Fritz Löhner-Beda zu verdanken. Für das Programm verantwortlich ist Intendant Alexander Kowalewski, Regie führt Kurt Hesky. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind Juden. Bereits im Februar 1938 tauchen SA-Uniformen in der Volksoper auf, verdichten sich über die folgenden Wochen bis zum Anschluss im März, der für beinahe das gesamte Leading Team das Ende bedeutet. Die Ansicht von Hesky, dass die Politik unwichtig ist, weil in vier Wochen Premiere ist, wird zum absurden Wunschdenken. Binnen kurzem ist die Volksoper judenfrei, über Solisten, Chor, Ballett, das Orchester bis hinunter zum geschassten Souffleur Leo Asch.

Lass uns die Welt vergessen, Esemble © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Florian Carove (Hugo Wiener), Carsten Süss (Fritz Löhner-Beda ), Marco Di Sapia (Alexander Kowalewski), Lukas Watzl (Kurt Herbert Adler), Johanna Arrouas (Hulda Gerin), Jakob Semotan (Kurt Hesky), Szymon Komasa (Leo Asch), Ensemble © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Lass uns die Welt vergessen, Esemble © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Ulrike Steinsky (Frida Hechy), Sebastian Reinthaller (Emil Kraus), Julia Koci (Kathy Treumann), Carsten Süss (Fritz Löhner-Beda), Axel Herrig (Fritz Köchl), Nicolaus Hagg (Walter Schödel), Andreas Patton (Ossip Rosental), Ensemble © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Diese schicksalhaften Tage sind nun die Handlung des Auftragswerkes „Lass uns die Welt vergessen – Volksoper 1938“ nach dem Buch von Theu Boermans in der musikalischen Leitung von Keren Kagarlitsky. Neben den schwungvollen Melodien von Jara Beneš in den Operettenszenen kommentiert Musik von Arnold Schönberg, Viktor Ullmann, Gustav Mahler und Kagarlitsky das historisch überlieferte Geschehen in und vor dem Haus am Gürtel. Jeder Moment dieser in unserer Zeit so wichtigen Produktion ist packend, mitreißend und das einzig wahre Geschenk an dieses Opernhaus, das vor 125 Jahren den Spielbetrieb aufgenommen hat.

Die Rollen der einstigen Mitwirkenden wurden von Mitgliedern der Wiener Volksoper übernommen. Das ruhige Zentrum des darum tobenden Wahnsinns ist der Bühnenmeister. Gerhard Ernst scheint über den Dingen zu stehen, wenn er nach der Probe mit breitem Besen den Dreck von der Bühne zu kehren versucht – und fast möchte man ihm zustimmen, wenn er sich den Kaiser zurück wünscht. Der war seinerzeit der Eröffnung ferngeblieben, ist aber in keiner Weise mit den Schergen zu vergleichen, die zwar das Genie z. B. eines Löhner-Beda geschätzt haben, gegen die betreffenden Menschen selbst jedoch mit kalter Grausamkeit vorgegangen sind. Der Librettist wurde im KZ ermordet, nachdem er dem ihn inhaftierenden Beamten noch ein Autogramm gegeben hat. Das sollte uns nach vielen Jahrzehnten noch die Schamröte ins Gesicht treiben. Denn im Raum steht die Frage: Wer waren diese Täter und die Hunderttausenden am Heldenplatz schreienden Mitläufer? Hoffentlich nicht die Vorfahren derjenigen, die mit Standing Ovations den Erfolg dieses Stücks bejubelten.

Gerhard Ernst (Der Bühnenmeister), Andreas Patton (Ossip Rosental) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Gerhard Ernst (Der Bühnenmeister), Andreas Patton (Ossip Rosental) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Ensemble © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Jaye Simmons, Christoph Stocker, Jonathan Hamouda Kügler, Jugend- u. Kinderchor © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

DIE REISE ZUM MOND bringt die Liebe zu unserem Planet B

Jugendchor, Kinderchor © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Jugendchor, Kinderchor © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Ein Sciencefiction-Spektakel von Jacques Offenbach als erfrischend jugendliche „opéra-féerie“

Genau so bringt man Kinder und Jugendliche in die Oper. Wenn im Publikum Scharen von Buben in feierlichen Anzügen und Mädchen im Outfit von Prinzessin bis Pippi Langstrumpf dem Geschehen auf der Bühne fasziniert folgen, muss es sich um etwas ganz Besonderes handeln. Das Erstaunliche: Es wird eine Oper gegeben, eine Komposition von Jacques Offenbach, mit einer Musik, die so gar nicht derjenigen gleicht, mit der sich die Kids normalerweise die Ohren verstopfen, und einer Handlung, der ein Roman von Jules Verne zugrunde liegt. Egal was daran die Jugend fesselt, aber es bleibt die Erinnerung an einen wunderbaren Abend voller Spaß auf höchstem Niveau. Vielleicht sind es die herrlich launige Inszenierung und die fantastischen Kostüme von Laurent Pelly oder der Humor, mit dem das großteils junge Ensemble (verstärkt mit dem Kinder- und Jugendchor) zu Werke geht oder gar die Hoffnung auf einen Planeten B, wenn der unsere hoffnungslos vermüllt ist (Abfallberge auf der irdischen Bühne, drapiert von Barbara de Limburg), oder alles zusammen, das die Zuschauer ohne Unterschied des Alters bei der Stange hält.

Aaron-Casey Gould (Prinz Caprice), Alexandra Flood (Prinzessin Fantasia) © Barbara Pálffy/Volksoper

Aaron-Casey Gould (Prinz Caprice), Alexandra Flood (Prinzessin Fantasia) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Ensemble und der Blaue Planet © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Ensemble und der Blaue Planet © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Alfred Eschwé am Pult lässt Offenbachs Musik erglänzen, egal ob es sich hienieden um gewohnte Harmonik handelt oder auf unserem Trabanten um „extraterrestrische“ Klänge. In der von Albert Vanioound und anderen zum Libretto geformten Geschichte geht es um den Prinzen Caprice, der wie schon sein Name sagt, eine andere Lebensplanung im Auge hat als sie sein Vater König Zack erwartet. Aaron-Casey Gould als Mitglied des Opernstudios lehnt sich mit schlankem Tenor dagegen auf, von Carsten Süss die Krone eines herabgekommenen Reiches aufgesetzt zu bekommen.

Mit Hilfe des Hofgelehrten Mikroskop (Paul Schweinester) wird eine Raumkapsel gebaut, besser gesagt, eine Kanone, die das Trio Richtung Mond feuern soll. Mit im Gepäck sind Äpfel, die sich als hochwirksames Aphrodisiakum herausstellen. Der fesche Caprice gefällt der dortigen Prinzessin Fantasia. Aber die reizende junge Dame kennt die Liebe nicht. Erst ein Biss in den Apfel bringt Alexandra Flood nahezu um ihren Verstand und zu sicheren höchsten Tönen. Ihr Vater König Kosmos (Christoph Stocker), kugelrund wie der Vollmond, diagnostiziert an ihr darob eine schwere Krankheit und will sie verkaufen. Wieder ist es Mikroskop, der eine Lösung findet und aus Süßmost ein Elixier braut, das pandemieartig die Liebe ausbrechen lässt. Was zur Folge hat, dass sich die attraktive Königin Papotte (Sofia Vinnik) in den Wissenschaftler verknallt. Gelöst wird das amouröse Schlamassel durch einen beeindruckenden Aufgang des „blauen Planeten“, der die Sicht auf die Kleinheit unserer Mutter Erde als Nachdenkhilfe mit auf den Weg nachhause gibt.

Ensemble und Kanone © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Aaron-Casey Gould, Carsten Süss, Paul Schweinester, Jugendchor © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Tommi Hakala (Jochanaan), Astrid Kessler (Salome) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Tommi Hakala (Jochanaan), Astrid Kessler (Salome) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

SALOME Bibelstunde mit O. Wilde & R. Strauss

 Astrid Kessler (Salome) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Astrid Kessler (Salome) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Wenn zwei Urgewalten, leidenschaftliches Verlangen und harte Zurückweisung, mitreißend aufeinanderprallen.

Luc Bondy (1948 – 2015) hat 1992 Salome für die Salzburger Festspiele inszeniert. Nach 31 Jahren hat man dieser Produktion wieder gedacht und sie für die Volksoper neu adaptiert. Der Rückgriff hat sich ausgezahlt. Nicht zuletzt, weil Dichtung und Musik darin in wunderbarer Weise verschmelzen. Für den Regisseur war dies allerdings keine Selbstverständlichkeit. Den Text von Oscar Wilde beschrieb er, als würde man Konfitüre über Zucker streichen und noch mehr des Süßen bis zur heißen Schokoladesauce dazugeben. In seinen Erinnerungen taucht jedoch ein Genieblitz auf: Es sollte ein archaischer Thriller werden und keineswegs ein Orientalismus. Seine Meinung stand gegen die Auffassung des Komponisten Richard Strauss, wirklich exotische Harmonik kreiert zu haben, „die besonders in fremdartigen Kadenzen schillerte, wie Changeant-Seide.“ Bondy hat sich mit Strauss „zusammengerauft“, bei den verwöhnten Prinzessinnen am Hof der Habsburger Anleihen genommen und eine Salome auf die Bühne gestellt, die in ihren seltsamen Gelüsten wirklicher nicht sein könnte.

Wolfgang Ablinger-Sperrhacke, Astrid Kessler, Ursula Pfitzner © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Wolfgang Ablinger-Sperrhacke (Herodes), Astrid Kessler (Salome), Ursula Pfitzner (Herodias) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Salome. Ensemble © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Wolfgang Ablinger-Sperrhacke (Herodes), Ursula Pfitzner (Herodias), Jason Kim (Dritter Jude), Stephen Chaundy (Vierter Jude), Karl-Michael Ebner (Erster Jude), David Kerber (Zweiter Jude), Alexander Fritze (Fünfter Jude), Komparserie © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Mit Omer Meir Wellber am Pult des Volksopernorchesters wurde diese mittlerweile legendäre Auseinandersetzung von Komponist und Regisseur zum eindrucksvollen Erfolg. Der Dirigent badet richtiggehend in den vollen Klängen. Er nimmt wenig Rücksicht auf einzelne nicht immens stimmstarke Solisten in den Nebenrollen, um den Protagonisten die Chance zu geben, ihre Durchsetzungskraft unter Beweis zu stellen. Wolfgang Ablinger-Sperrhacke ist ein Herodes, der glaubhaft zuerst die Geilheit an der Stieftochter und später Verzweiflung über deren perversen Wunsch umzusetzen versteht. Vor seiner Frau Herodias sollte man sich in Acht nehmen.

Ursula Pfitzner gibt sie hart und über Leichen gehend. Schließlich steht ihr Ruf, der ohnehin schon ruiniert ist, auf dem Spiel. Der unglückliche Hauptmann Narraboth (JunHo You) prallt mit seiner Verehrung an Salome ab und stirbt leise den selbst gewählten Tod. So bleiben nur mehr Salome und Jochanaan. Tommi Hakala ist ein Prophet, der aus der Tiefe der Zisterne seine kantigen Botschaften mit mächtigem Bass schauerlich ertönen lässt, bis er aus dem Loch hervorgeholt wird und einem jungen, energisch zudringlichen Mädchen gegenübersteht. Astrid Kessler hat kein Verständnis für seine Abneigung. Sie ist von diesem Mann besessen und unternimmt wie ein frecher Teenager alles, um ihn herumzubringen, mit Schmeicheleien und mit Trotz. Es entbrennt ein Kampf zweier ungleicher Giganten, der keinen Sieger kennt. Dass sie schließlich am abgeschlagenen Kopf seinen Mund küssen kann, verdankt sie dem berühmten Schleiertanz. Lucinda Childs hat seinerzeit die Choreographie dafür entworfen und damit auch der heutigen Sängerin Gelegenheit gegeben, neben ihrem großen Sopran mit vibrierender Sinnlichkeit nicht nur ihren Stiefvater, sondern das Premierenpublikum der Volksoper zu begeistern.

Astrid Kessler (Salome) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Astrid Kessler (Salome) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Die Entführung aus dem Serail, Chor © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Die Entführung aus dem Serail, Chor © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Die ENTFÜHRUNG aus dem SERAIL Türkische Musik vor einer scharfen Feige

Rebecca Nelsen (Konstanze), Murat Seven (Bassa Selim), Komparserie © Barbara Pàlffy/Volksoper Wien

Rebecca Nelsen, Murat Seven, Komparserie © Barbara Pàlffy/Volksoper

GIs statt Janitscharen, Regenbogenparade im Palast und Türken als Derwische

Man fragt sich, ob eine Mozartoper so viele Intentionen aushalten kann, wie sie Nurkan Erpulat in „Die Entführung aus dem Serail“ hineingepackt hat. Mit Altmeister Alfred Eschwé am Pult stehen die Chancen für die Musik von Haus aus gut. Wenn in der Ouvertüre nach ein paar Piano-Takten das Schlagzeug fortissimo reinhaut, dann ist es der damaligen Mode geschuldet. Ende des 18. Jahrhunderts war man verrückt nach solcherart „türkischer Musik“, der neben eine Reihe anderer Komponisten auch Joseph Haydn eine Symphonie gewidmet hat. Das Libretto von Johann Gottlieb Stephanie wurde von Sulaiman Masomi großzügig erweitert. Zur Sprache kommen etliche Klischees, angefangen von Frauenrechten über ein Plädoyer zu LGBT*Q, amerikanische Söldner im Dienste eines Osmanen und Überlegungen zum fragwürdigen Wort Orient bis zu einer Kurzpredigt über arme Türken, die ihrer Heimat entrissen in unserer ach so bösen westlichen Gesellschaft niedrigste Dienste leisten müssen. Als einer von ihnen dürfte sich Regisseur Erpulat fühlen. Er ist in der Türkei geboren, arbeitet in Berlin und scheint nun zwischen den Stühlen zu sitzen. Deshalb ist es ihm nicht zu verdenken, wenn er die Gelegenheit nützt, es den blasierten Wiener Operngehern einmal so richtig hineinzusagen. Es wird ihm verziehen, denn für dieses bald 250 Jahre alte Werk war eine inhaltliche Auffrischung längst fällig und sie tut ihm sogar gut – so lange die Partitur nicht angetastet wird.

Daniel Kluge (Pedrillo), Timothy Fallon (Belmonte), Rebecca Nelsen (Konstanze), Hedwig Ritter

Daniel Kluge (Pedrillo), Timothy Fallon (Belmonte), Rebecca Nelsen (Konstanze), Hedwig Ritter (Blonde) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Stefan Cerny (Osmin) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Stefan Cerny (Osmin) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Dass das Wesentliche klappt, dafür sorgen die Solisten. Timothy Fallon als Belmonte ist zwar nicht der typische Draufgänger, der sein Leben für Konstanze aufs Spiel setzen würde, aber sein Tenor ist ansprechend lyrisch und seine Liebesschwüre klingen damit durchaus glaubwürdig.

Als seine Geliebte steigert sich Rebecca Nelsen von anfänglicher Zartheit deutlich zu einer großen Stimme mit berührenden Emotionen. Pedrillo (Daniel Kluge) entspricht voll und ganz sowohl vom Spiel als auch vom Gesang her der ihm zugedachten Rolle. Seine Freundin Blonde ist mit Hedwig Ritter die burschikose Engländerin, die mit kräftigem Organ ihren radikal feministischen Anliegen vor einer überdimensionalen Chili-Feige Gehör verschafft. Der deutsche Schauspieler Murat Seven spricht den Bassa Selim, dessen Kostüm an einen Derwisch erinnert. Ihm ist die große Weisheit gegeben, wenn er nach dem verdächtigen Schlusssatz „Wen man durch Wohltun nicht gewinnen kann, den muss man sich vom Halse schaffen“ innehält, um ihn wortreich im Sinne der Aufklärung zu überdenken. Das Erlebnis des Abends ist jedoch Osmin. Stefan Cerny genießt die tiefsten Töne ebenso wie die Vorstellung, die ihn umgebenden Galgengesichter zuerst zu köpfen, dann zu hangen und zuletzt auf heißen Stangen aufzuspießen. In seiner Komik ist er ungemein sympathisch – und genau besehen, so unrecht hat er mit seinen rüden Forderungen ja wirklich nicht.

Murat Seven (Bassa Selim), Komparsen © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Murat Seven (Bassa Selim), Komparsen © Barbara Pálffy/Volksoper

Martin Winkler (Sir John Falstaff), Ensemble © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Martin Winkler (Sir John Falstaff), Ensemble © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

DIE LUSTIGEN WEIBER VON WINDSOR Komisch, fantastisch, feministisch

Lauren Urquhart (Anna Reich), Statisterie © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Lauren Urquhart (Anna Reich), Statisterie © Barbara Pálffy/Volksoper

Eine Premiere, die Freude gemacht hat; musikalisch wie mit der Inszenierung.

Die Männer kommen in dieser Oper nicht gerade gut weg. Das hat schon William Shakespeare so gewollt, dann der Librettist Salomon Hermann Mosenthal und nicht zuletzt die Regisseurin Nina Spijkers. Warum auch? Allein dieser Sir John Falstaff ist ja wirklich ein Ekel. Er säuft wie ein Loch, macht Schulden und ist von seinen Gonaden gesteuert. Er hätte es sich überlegen müssen, den beiden Damen Reich und Fluth gleichzeitig in einem Brief ein Techtelmechtel anzubieten. Man sieht, der gute Mann hat trotz seiner sexuellen Umtriebe im Grund keine Ahnung von Frauen. Er hätte wissen müssen, dass ein solcher Antrag betratscht wird und sich kein noch so lustiges Weib eine solche Unverschämtheit gefallen lässt. Er ist aber nicht der einzige Trottel. Herr Fluth ist von Eifersucht zerfressen und macht sich zum Narren, ebenso wie die beiden etwas unterbelichteten Traumschwiegersöhne von Herrn und Frau Reich. Aber was sollte ein aufgewecktes Mädchen wie Anna mit einem dümmlichen Junker Spärlich und einem von sich eingebildeten Dr. Cajus anfangen? Die Frauen verfügen nicht nur über anziehende Reize, sondern auch über entsprechende Listigkeit, um diese Melange an männlicher Unzulänglichkeit aufzumischen und zu ihrem Besten zu führen.

Aaron Pendleton (Herr Reich), Daniel Schmutzhard (Herr Fluth), Carsten Süss (Junker Spärlich)

Aaron Pendleton (Herr Reich), Daniel Schmutzhard (Herr Fluth), Carsten Süss (Junker Spärlich), Komparserie © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Die lustigen Weiber von Windsor, Ensemble © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Die lustigen Weiber von Windsor, Solisten und Ensemble © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Mit der wie deutscher Sekt schäumenden Musik von Otto Nicolai und der Inszenierung der Niederländerin Spijkers wird diese Oper zum gehobenen Spaß, in dem die eingearbeiteten feministischen Botschaften, oder mit der Regisseurin gesagt, „weichen Kräfte“ alles andere als einen Krieg der Geschlechter vom Zaun brechen. Das Bühnenbild von Roe Smith ist raffiniert praktisch. Dass sich während der Ouvertüre (souverän: Ben Glassberg am Pult des Volksopernorchesters) Frauen übermütig auf einer Blumenwiese kugeln, legt bereits die erfrischende weitere Gangart fest. Dieser folgen Chor und Ballett immer mit dem diesem Stück immanenten Humor.

An den Solisten gibt es nichts zu meckern. Sopranistin Anett Fritsch (Frau Fluth) und Altistin Stephanie Maitland (Frau Reich) lassen in ihren Stimmen auch in schwierigen Passagen das Lachen durchklingen, das Anna (Lauren Urquart) nicht so leicht fällt. Immerhin ist sie in den Habenichts Fenton verliebt und darf ihn nicht heiraten. Als dieser hat JunHo You einen Tenor, der mit Schmelz und strahlenden Höhen aufhorchen lässt. Seine gekonnt blödelnden Mitbewerber sind Alexander Fritze als Dr. Cajus und Carsten Süss als Junker Spärlich. Die Väter sind das eigentliche Problem: Herr Reich (Bassist Aaron Pendleton) beharrt stur auf den falschen Eidam, während sich der energische Tenor Daniel Schmutzhard in seinem Wahn als betrogener Herr Fluth sogar zu Handgreiflichkeiten gegen seine Gattin hinreißen lässt. Dazwischen treibt Martin Winkler als Sir John Flastaff genügend Unfug, mit dem er schon als Büblein klein an der Mutterbrust begonnen hat, schafft es aber, trotz angegriffenem Kehlkopf bis zum letzten Ton seinen Bass mit gehöriger Grundgewalt erklingen zu lassen. Der Applaus nach Arien und Duetten und die Bravorufe beim Verbeugen am Schluss waren also mehr als verdient bei dieser Premiere von „Die lustigen Weiber von Windsor“.

Martin Winkler (Sir John Falstaff) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Martin Winkler (Sir John Falstaff) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Timothy Fallon (Friedrich Quant), Wiener Staatsballett © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Timothy Fallon (Friedrich Quant), Wiener Staatsballett © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

DIE LETZTE VERSCHWÖRUNG als musikalisch „wahrhafte“ Satire

Wallis Giunta (Natalya Ostrova), Daniel Schmutzhard (Der Kanzler) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Wallis Giunta, Daniel Schmutzhard © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Was sich zwischen den Noten nicht so alles herumtreibt: Reptilienwesen, Aliens, Kinderfleischfresser, etc.

Moritz Eggert nennt sein Werk eine „Mythos-Operette“. Viele, viele Jahre nach der Uraufführung der letzten klassischen Operette sind die Erwartungen bei solch einer Ansage natürlich gespannt. Nach zweieinhalb Stunden (mit Pause) hat sich herausgestellt, dass diese Genre-Zuordnung gar nicht so falsch ist. Es ist ein Heidenspaß, eine Parodie – nicht auf die Operette, sondern auf die Schwurbelei, die uns im Zuge der Pandemie als erschwerendes Leiden beschert wurde. Von Eggert stammen sowohl, das – wenn man so sagen darf – Libretto und die Musik. Im durchaus wohlklingend tonalen Satz bietet sich eine zeitgemäße Komposition, die – ungewöhnlich für moderne Partituren – ein Zuviel an Dissonanzen vermeidet, sondern in gewagter Harmonik mutige Effekte schafft. Gefordert sind die Solisten, denen nicht der Gefallen von ohrwurmigen Arien gemacht wurde. Sie sind auf abstrakte Melodien über dem deutschen Text beschränkt, der über der Bühne zum Mitlesen läuft. Der Inhalt ist, wie schon gesagt, eine launige Aufzählung aller möglichen Verschwörungstheorien, denen der eine Mutige entgegentritt, um am Ende zu einer Art Wahrheit zu finden, stets mit dem Auftrag an das Publikum, das alles nicht wirklich ernst zu nehmen.

Orhan Yildiz, Tara Randell, Jakob Semotan, Timothy Falon © Barbara Pálffy/VO

Orhan Yildiz (Dieter Urban), Tara Randell (Angelica Boob), Jakob Semotan (Alois Dunkler), Timothy Fallon (Friedrich Quant) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Bildtext unter dem Fozo

Rebecca Nelsen (Lara Lechner), Timothy Fallon (Friedrich Quant), Jakob Semotan (Alois Dunkler), Ensemble © Barbara Pálffy/Volksoper

Gemeinsam mit Lotte de Beer als Regisseurin und einem fantastischen Bühnenbild von Christof Hetzer wurde „Die letzte Verschwörung“ in der Volksoper umgesetzt. Endlich ein neues Werk! Der Jubel war entsprechend groß, zumal das Unternehmen ausgezeichnet gelungen ist. Am Pult steht Steven Sloane, der es virtuos versteht, Orchester und das turbulente Geschehen auf der Bühne auf Linie zu halten. Ein Ballett in silbernen Anzügen vermittelt den Anschein von Utopie und hat dennoch keine Scheu vor dem Can-Can. Jakob Semotan schafft als Alois Dunkler Wiener Operettenflair, wenn er Pralinen ans Krankenbett bringt und den Patienten mit dem Satz „a echter Weana geht net unter“ aufmuntert. Er ist längt einer von denen, die die Menschheit an sich reißen wollen und sich dazu mit geheimnisvollen Zeichen verständigen.

Selbstverständlich sind der Kanzler (Daniel Schmutzhard), sein Pressereferent (Aaron Pendleton) und die steile Russin Natalya (Wallis Giunta auch als brave Ehefrau Elisabeth) böse, böse Reptilienwesen, die es auf die Weltherrschaft abgesehen haben. Zwischen Flat Earth-Vertreter Dieter Urban und undurchschaubarem FBI-Agenten Mr. Goodman pendelt Orhan Yildiz. Ein Anschlag auf die Magennerven sind die Kinderfleischfresser, die mit dieser Zutat ihre grauslichen Pizzas belegen. In einer derart obskuren Gesellschaft muss der biedere Talkshow-Master Friedrich Quant ins Trudeln geraten. Wenngleich ein Schlafschaf bleibt Timothy Fallon dennoch unbeirrt auf der Suche nach der Wahrheit, nicht zuletzt wacker unterstützt von Rebecca Nelsen. Lara Lechner und zuletzt das System lassen ihn die tollsten Abenteuer überstehen. Aus dem Off, besser gesagt, durch schwindlig machende Projektionen hindurch tönt mit witzigen Kommentaren die Stimme von Moritz Eggert, der damit quasi die Gebrauchsanweisung zu seiner musikalisch „wahrhaften“ Satire liefert.

Timothy Fallon (Friedrich Quant), Rebecca Nelsen (Lara Lechner) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Timothy Fallon (Friedrich Quant), Rebecca Nelsen (Lara Lechner) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Regula Rosin (Golde), Wiener Staatsballett © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Regula Rosin (Golde), Wiener Staatsballett © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

ANATEVKA Wiederaufnahme eines Erfolgsgaranten

Vanessa Zips (Chava), Lisa Habermann (Hodel), Anita Götz (Zeitel), Oliver Liebl (Mottel Kamzoil) usw

Solisten und Ensemble © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Die traurige Geschichte von einem Dorf, das samt seinen Traditionen untergeht.

Scholem Alejchem war das Pseudonym des 1859 in Kiew geborenen und 1916 in New York verstorbenen Dichters Scholem Jankew Rabinowitsch. Von ihm stammen die zu einem Roman verbundenen Erzählungen um die Person des Tevje, des gewitzten und dennoch mit seiner Armut hadernden Milchmannes in der Ukraine, damals noch Teil des russischen Zarenreiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Joseph Stein, ein US-amerikanischer Dramatiker, bediente sich dieser Episoden und schmiedete daraus das Libretto eines Musicals. Sein Landsmann Jerry Bock schrieb dazu die Musik und Sheldon Harnick die Gesangstexte. 1964 erblickte das kleine Städtel Anatevka das Licht einer Broadwaybühne in New York. Innerhalb von kürzester Zeit hat es die Welt erobert und erfreut seither den Goi ebenso wie den Juden. Die wesentliche Aussage ist mit einem Wort zu sagen: Tradition! Sie ist die Maxime von Tevje, der im Lauf der Handlung einsehen muss, dass an ihr die Zeit nicht spurlos vorüber gegangen ist. Mehr und mehr wird sie aufgeweicht oder sogar gebrochen, bis am Ende eine armselige Schar von heimatvertriebenen Juden in einer Welt, die über diese Traditionen bestenfalls noch lächeln kann, zerstreut wird.

Lisa Habermann (Hodel), Peter Lesiak (Perchik) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Lisa Habermann (Hodel), Peter Lesiak (Perchik) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Marco Di Sapia (Lazar Wolf), Dominique Horwitz (Tevje) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Marco Di Sapia (Lazar Wolf), Dominique Horwitz (Tevje) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Der deutsche Spezialist für Musicals, Matthias Davids, hat Anatevka 2003 für die Volksoper inszeniert. Es hat nichts von seinem traurigen Reiz verloren; der Himmel dräut noch immer düster Unheil verheißend über dem Dorf, in dem gefeiert, getanzt und geheiratet wird wie eh und je, der Wachtmeister (Nicolaus Hagg) drangsaliert mit Unschuldsmiene die Leute und Cristian Ruscior ist auch in der 74. Vorstellung ein souveräner Fiddler on the Roof. Etliche der Darsteller und auch Dirigent Freddie Tapner feierten ihr Debüt in der Wiederaufnahme am 23. Februar 2023. So ist Dominique Horwitz ein kraftstrotzender Tevje, der jedoch noch nicht so ganz die jüdische Chuzpe inhaliert hat, ebenso wie seine Golde, solid gespielt und gesungen von Regula Rosin. Ganz im Gegensatz dazu kommt Jente (Martina Dorak) als Heiratsvermittlerin langjährige Routine in dieser humorigen Rolle zugute. Aber was soll´s? Es wird sich alles einschleifen, denn mit diesem Garanten für ein ausverkauftes Haus kann eigentlich nichts schief gehen, noch dazu mit dem Mehrwert von Gedankenanstößen zu allseitiger, unausrottbarer Verbohrtheit zwischen uns Menschen.

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